Wir kamen am 15.05. überpünktlich gegen 3.00 h in Antalya, auf einem fast menschenleeren Terminal 2 an. Entsprechend schnell waren wir draußen, trotz Geldwechseln zu einem miserablen Kurs. Aber weil wir den Leihwagen betanken mussten, haben wir 50 Euro getauscht. Ein Mitarbeiter der Cizgi Autovermietung erwartete uns mit einem Hundy-Accent. Der Wagen war nicht mehr ganz neu, (70.000 km) aber gepflegt, sauber und mit allem an Bord was man erwartet.
Die Fahrt nach Alanya war auf der fast Autobahn ein Klacks, so dass wir kurz vor 5 Uhr im Hotel Kleopatra Celine eintrafen. Die Koffer haben wir nicht ausgepackt, nur das Dusch- und Schlafzeug entnommen, und ab ins Bett. Gegen 9 h wurden wir dann von strahlendem Sonnenschein geweckt. Nach dem Frühstück sind wir dann los, um langjährige Freude zu besuchen, und um zu sehen was sich verändert hat.
Auch Alanya ist nicht mehr das was es einmal war. Es hat sich, wie ein Freund sagte, vom „5* Chaos zum 5* Sterne Luxus“ verändert. Alles viel schöner und neuer, aber das Flair ist dabei flöten gegangen. Gegen Mittag rief uns Peter an, ein Freund der in der Türkei verheiratet ist, und dort lebt an. Wir trafen uns an der Strandbar Nr. 14. Nach einem Besuch bei Ali in Atillas Cafe Bar in Konakli, und einen Bummel durch Konakli, sind wir gegen Abend dann wieder nach Alanya, ins Flash Restaurant zum Abendessen gefahren. Das Flash Restaurant bietet zwar auch Dessert an, aber wir sind lieber auf die andere Straßenseite in die Pastahane Erdem gewechselt. Hier gibt’s das leckere Maras Dondurma und nach Ganziantep und Antalya, das beste Baklavar. Die Beschreibungen mit Fotos werdet ihr in Kürze auf unserer Heimseite finden. Nach einem Kahve haben wir uns dann von unserem Freunden verabschiedet und sind ziemlich müde ins Bett gefallen.
Am 16.05. konnten wir morgens von unserem Balkon sehen, dass die Fitnesswelle auch die Türkei erreicht hat. So gegen 6 h waren schon mehr Damen als Herren mit flottem Schritt auf der Strandpromenade unterwegs. Die meisten Frauen traditionell gekleidet, mit langem Mantel und Kopftuch, aber mit Turnschuhen an den Füßen. Es wurde „gewalkt“, allerdings ohne die Stöcke.
Aus den Koffern wurde nur das Nötigste gezupft, weil wir am nächsten Tag Richtung Kappadokien wollten. Nach den ersten Einkäufen waren wir für 14 h mit Oba/Reiner und seiner Frau Margit im Cafe Sal verabredet. Was sich als hervorragende Wahl entpuppte. Erstens gibt’s dort sehr leckere Kuchen und Torten, und zweitens liegt es direkt gegenüber von Naci´s Klamottenladen. Wir konnten die Einkäufe im Auto verstauen und hatten die Hände frei zum Schlemmen. Bei einer angeregten Unterhaltung verging die Zeit wie im Flug. Rainer uns Margit luden uns dann noch auf einen Kaffee zu sich nach Hause ein, was wir leider nicht annehmen konnten, weil wir mit Erdal und seiner Freundin zum Abendessen verabredet waren. Dass Erdal dann nicht von der Rezeption weg kam, weil seine Ablösung sich verspätete, konnten wir vorher nicht wissen. Schade, wir hätten die Unterhaltung mit Reiner u. Margit gerne noch fortgesetzt. Nach dem Abendessen sind wir dann wieder zu Erdem wegen dem Dessert.
Am 17.05. nach dem Frühstück haben wir uns denn Richtung Konya in Bewegung gesetzt.
Den ersten Halt legten wir an der neuen Opettanke hinter Akseki ein. Es waren noch keine Busse auf dem Parkplatz, entsprechend hatten die Kellner Langeweile und standen im Eingang in der Sonne. Einer der Kellner schaute so eigenartig, wir auch. Bis wir uns sicher waren, dass wir uns kennen. Es war Ahmet, der bis vor ca. 2 Jahren in Konali ein Restaurant betrieben hatte, dass dann nach Einführung von all inklusiv in den Hotels, nicht mehr genug einbrachte, so dass er schließen musste. Wir sprachen über gemeinsame Bekannte aus Konakli, und unsere Reiseroute.
Hier in den Bergen ist die Natur noch ziemlich in Takt, und Ahmet erzählte uns, dass hier viele Pilze wachsen, u.a. auch einer der zur Herstellung von Medizin genommen wird.
Er gab uns dann noch Tipps für Hotels auf unserer Route. Dass man uns dort als Walk-In Kunde rasieren wollte, konnte er nicht wissen.
Am frühen Nachmittag trafen wir in Konya ein. Wir fragten in dem von Ahmet empfohlenen Hotel Bera nach einem Zimmer. Man wollte wissen in welcher Währung wir zahlen wollten. Bär sagte, das wäre uns gleich. Der Rezeptionist tippte 120 Lira und noch eine Summe in einen Taschenrechner und nannte uns 92 $ als Preis für eine Nacht. Das war uns dann doch zu happig und wir wollten uns nach was Preiswerterem umschauen. Nachdem wir über eine Stunde durch die Stadt gegurkt sind und die Touristeninformation nicht gefunden hatten, waren wir genervt und beschlossen, nicht in Konya zu übernachten, sondern einfach weiter zu fahren.
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Hinter Konya kamen wir dann auf eine wunderschöne Hochebene. Hier war es merklich kühler und man hätte freitags gesehen, wenn sonntags Besuch kommt.
Dass es hier im Winter heftig schneit, konnten wir an den „Schneeketten-Schildern“ und an den Stöcken am Straßenrand erkennen, die wir auch aus Bayern und Österreich kennen.
Nach etwas mehr als 200 km auf einer fast schnurgeraden Straße erreichten wir Aksaray. Wir sahen auch ein Schild mit dem Hinweis auf die Touristeninformation, konnten aber nicht in diese Straße hineinfahren, weil sie gesperrt war. Also sind wir das nächste Hotel angefahren. Hier sagte man uns, dass es ein Tagungshotel wäre, und nannte uns den Weg zu einem anderen Hotel. Also wieder ans andere Ende der Stadt. Schließlich landeten wir im Ihla Hotel, das zur agalce Kette gehört, und mieteten uns für 90 Lira die Nacht ein. Zu diesem Hotel gehören auch eine große Tanke, ein großer Selbstbedienungsimbiss und ein sehr gutes Restaurant. Nach der sehr anstrengenden Hotelsuche machten wir uns fein, und haben sehr gut und kultiviert in dem schönen Restaurant gegessen. Bär hatte als Vorspeise Pastirma, und wir haben uns gewundert, warum das so lange gedauert hat. Pastirma schneiden und anrichten geht ja normalerweise recht fix. Das bestellte Pastirma wurde dann aber in einer Alufolie serviert und war mit verschiedenem Gemüse darin erwärmt. Sehr lecker, das wird sich demnächst auf unseren heimischen Tellern wieder finden. Nach einer Runde um die Anlage ging es dann wieder ab in die Federn.
Nach einem guten Frühstück bei dem wir die einzigen Touristen waren, brachen wir Richtung Kappadokien auf. Hinter Aksaray wurde die Straße ausgebaut, d.h. einige Kilometer Schotterpiste, die der Hunday aber locker wegsteckte. Dafür wurden wir mit wunderschönen Bildern von schneebedeckten Bergspitzen und viel Grün auf den Feldern entlohnt.
Auf der D300 sind wir dann weiter über Nevsiher über Ortahisar, nach Göreme. Die vielen Busse und Souvenirstände an der Aussichtsplattform vor Göreme, veranlassten uns zur Weiterfahrt nach Ürgüp.
Zu Mittag haben wir in Ürgüp in der SOFRA Mantievi sehr gut und preiswert gegessen. Im Zentrum entdeckten wir neben einem Hamam eine Pension. Ein altes Haus, sehr hübsch von außen, mit Weinlaub überwuchert. Auf unser Klingeln schaute eine Teyse aus einem Fenster und meinte „kapali“. Schade. Bei einem anderen, kleinen Hotel, stand zwar die Tür offen, aber auf unser Rufen meldete sich keiner. Also auf zur Touristeninfo. Hier bekamen wir sehr freundlich Auskunft und einen Zettel auf dem die Hotels eingezeichnet waren. Wir haben uns eins ausgesucht mit nem Parkplatz vorm Haus. Es hatte sicher auch schon bessere Zeiten gesehen, war aber sauber und mit 50 Lira für die Nacht auch nicht zu teuer, und verfügte über eine funktionierende Heizung. Was Ende Mai nachts hier oben ganz wichtig ist. Am Tag sind die Temperaturen hier sehr angenehm, aber nachts kühlt es doch empfindlich ab. Frühstücken konnten wir in einem kleinen gepflegten Garten. Wo es auch schon warm genug dafür war. Ich wollte nun unbedingt die Postkartenlandschaften sehen. Also wieder ins Auto und dann eine Runde ums Tal. Von Ürgüp über Ortahisar und Avanos, Zelve und Uchisar zurück nach Ürgüp.
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Göreme sind wir nur durchfahren, es sah alles zu sehr nach Kirmes aus. Das mögen wir nicht. Das Abendessen haben wir im Zentrum von Ürgüp auf einer Terasse, neben Wasserfontänen eingenommen. Ebenfalls gut und erstaunlich preiswert. Vorgesehen waren ja noch Ankara, Afyon und die Salzseen. Inzwischen waren wir aber die Fahrerei und vor allen Dingen die Hotelsuche leid. Also sind wir morgens noch vor dem Frühstück wieder ins Auto und haben uns auf den Weg nach Alanya gemacht. In Aksaray sind wir zum Frühstück in das Schnellrestaurant, dass wir auf der Hinfahrt verschmäht hatten, eingekehrt. Hier war mächtig Betrieb, es ist anscheinend ein beliebter Anlaufpunkt für türkische Reisebusse. Und um den Tag der Jugend und des Sports, waren entsprechend viele Busse unterwegs.
Wir riefen Erdal an, und baten ihn, uns eine Bleibe in Alanya zu besorgen. Auf der Hochebene hab ich mich auf der schnurgeraden Straße, regelrecht nach den Bergen gesehnt. Die Berge hoch, an den kriechenden LKWs vorbei, war auf der Hin-Tour kein Problem. Allerdings sind die Laster den Berg runter noch viiieeeel langsamer. Was verständlich ist, wenn man sieht wie hoch und schwer die beladen sind. Die Jungs fuhren Schritttempo, und die einheimischen Autofahrer riskierten manchmal Kopf und Kragen beim Überholen. Es gelten in der Türkei die gleichen Verkehrsregeln wie überall in Europa, leider hält sich fast keiner daran. Trotzdem sind Unfälle relativ selten, weil jeder Rücksicht nimmt, und nicht auf seinem Recht besteht.
Erdal rief zurück und hatte für uns bei einem ehemaligen Kollegen im Atak-Apart, nahe beim Otogar in Alanya, einen sehr guten Preis ausgehandelt.
Peters Frau hatte uns zu ihrem Geburtstag nach Cirali eingeladen. Wir waren allerdings von der Fahrt so geschafft, dass wir die Einladung nicht wahrgenommen haben. Nachdem wir uns ein paar Tage in Alanya ausgeruht hatten, wollten wir eigentlich noch weiter Richtung Westen. Aber es stand ja noch Achim Geburtstagsfeier in Side auf dem Programm. Also haben wir geshopt, und türkische Freunde besucht, die wir seit 16 Jahren kennen.
Am 25.05. habe ich den ganzen Tag versucht Ute13 und Manni zu erreichen. Die hatten aber ihr Handy im Hotel gelassen. Wir sind dann in Konakli bei Ali geblieben, und gegen Abend hatte ich dann Ute endlich an der Strippe. Die Beiden kamen dann aus dem Hotel Vikkingen rüber, und wir haben uns für den nächsten Morgen nach dem Frühstück verabredet um in den Touristenort bei Manavgat zu fahren. Übers Internet hatte Achim ein Zimmer für 15 Euro pro Nacht, inkl. Frühstück, im Hany Suit Hotel bestellt. Das Hotel kannte ich schon, weil Silke, Bea und ich im Oktober dort eine Woche gewohnt hatten. Ein ziemlich neues Hotel mit großen, nett eingerichteten Zimmern, und freundlichem Personal. Peter, der nach Achims Feier nicht mehr nach Hause fahren wollte, sollte als Walk-In-Kunde für das EZ sage und schreibe 50 Lira berappen. Nach dem geltenden Kurs, waren das fast 25 Euro. Was er freundlich abgelehnt hat. Das war es ja auch was uns so aufgestoßen ist, dass man ohne Reservierung rasiert wird. Falls wir noch mal so ne Tour planen, dann nur noch mit vorheriger Hotelreservierung.
Weil wir ja schon vormittags in S… waren, haben wir erst Achim im Nar-Apart heimgesucht.
Hier haben wir dann auch Hartmut persönlich kennen gelernt. Die beiden, und Silke hatten noch einen Abstecher nach Manavgat geplant, so dass für uns Zeit blieb Bülent zu besuchen.
Ute konnten wir knapp vor dem Verhungern retten, weil sie sich aus der Lokanta neben Bülents Apotheke eine Stärkung genehmigen konnte. Die Zeit bis zum Abend ging mit reichlich Tee und netten Gesprächen rasch vorbei. Es reichte gerade noch zum Duschen und Umziehen. Deutsch wie wir nun mal sind, waren wir natürlich zeitig bei Umut. Wenn nicht Achims Fete angesagt gewesen wäre, wäre Bär erst gar nicht da rein, weil er von Anreißern, die nicht wussten, dass für uns reserviert war, angelabert wurde.
Der Tisch war sehr schön mit Blüten dekoriert und nach und nach trudelten die Geburtstagsgäste ein. Peter und Hartmut, Hasenbär Lars mit Ute70 und Anja in gleichen, selbst entworfenen Shirts, auf denen zu lesen war, wo und warum wir in Side waren. Silke und Achim mit Selcuk, auf dessen Imamhochzeit Achim, Silke und ich im Oktober waren, mit Manni, Ute13 und uns beiden waren wir dann komplett. Anja und Ute70 hatten ein Geburtstagsbuch für Achim gemacht, der ganz gerührt (nicht geschüttelt) war, und sich bei seiner Rede ein Tränchen verdrücken musste. Das Essen war lecker, und nach seiner Arbeit in der Apotheke kam Bülent noch mit einer sehr leckeren Torte angereist. Also eine rundum gelungene Geburtstagsfeier in dem Ort bei Manvgat.